Fachanwendung
Der Algorithmus, den man braucht, in drei Buchstaben
Die Algorithmen liegen als PDF im Intranet, die Medikamentenblätter in einem Ordner im Fahrzeug, und welche Fassung gilt, weiss man, wenn man das Datum im Fuss sucht. Im Einsatz sucht niemand ein Datum im Fuss.
Die Einsatzbibliothek legt beides auf das Handy: suchen ab dem ersten Buchstaben, Algorithmen als Ablauf, Medikamente mit der Dosierung zuoberst, auch im Keller ohne Empfang. Und was dort als gültig erscheint, ist freigegeben, mit Namen und Datum. Gebaut für den eigenen Rettungsdienst, seit Ende September 2026 aufgeschaltet.
Drei Zugänge, einer je Sicht: «rettungssanitaeter» mit dem Passwort «demo-anwender» sieht die App wie im Einsatz, «autorin» mit «demo-autorin» zusätzlich die Redaktion, «qm» mit «demo-qm» gibt frei. Am besten öffnen Sie die App auf dem Handy und die Redaktion am Bildschirm.
Erfunden sind der Dienst, die Konten und die Freigaben. Die acht Algorithmen und acht Medikamente sind eine kleine Auswahl aus einem echten Bestand und unverändert übernommen, damit die Demo keine falsche Angabe enthält. Sie gelten dort nicht und sind nicht zur Behandlung von Patientinnen und Patienten bestimmt.
Auf dem Handy, auch ohne Netz
Gebaut ist die App für das Handy in der Jackentasche: grosse Tippflächen, die Bereiche unten in Reichweite des Daumens, eine dunkle Ansicht für den Nachtdienst. Installiert wird sie direkt aus dem Browser auf den Startbildschirm, ohne App Store.
Nach dem ersten Öffnen mit Netz liegt der ganze freigegebene Bestand auf dem Gerät. Im Keller, im Tunnel oder im Funkloch zeigt die App weiter jedes Blatt, sagt, wie alt ihr Stand ist, und holt neue Fassungen beim nächsten Kontakt mit dem Netz.

Suchen, filtern, Favoriten 
Der Algorithmus als Ablauf 
Die Dosierung zuoberst
Warum das heikel ist
Ein Algorithmus ist nur so gut wie die Gewissheit, dass er gilt. Liegt im Fahrzeug noch der Ausdruck vom letzten Jahr, und im Intranet steht schon die neue Dosierung, dann gibt es zwei Wahrheiten, und im Einsatz greift man zur näheren.
Dazu kommt das Suchen. Ein PDF mit vierzig Seiten ist am Bildschirm übersichtlich und auf dem Handy eine Zumutung: zoomen, schieben, den Verweis auf den nächsten Algorithmus von Hand nachschlagen.
Und wer zertifiziert ist, muss belegen können, wer welche Fassung geschrieben, geprüft und freigegeben hat. In einem Ordner mit Dateinamen wie «Sepsis_neu_final2.pdf» steht das nirgends.
Was die Bibliothek kann
Suchen ab dem ersten Buchstaben
Nummer, Titel, Wirkstoff oder Handelsname, mit Tippfehlern und ohne Umlaute. «3.1», «kreisl» und «Tavegyl» finden das richtige Blatt. Ein Schalter trennt Erwachsene und Kinder, Favoriten und zuletzt Geöffnetes liegen einen Fingertipp entfernt.

Algorithmen als Ablauf
Das Flussdiagramm so, wie es auf dem Blatt steht: blau die Massnahme, gelb die Entscheidung, rot der Verweis auf den nächsten Algorithmus. Zoomen und verschieben mit zwei Fingern, ein Tipp auf den roten Kreis öffnet den Verweis, ein Tipp auf ein Medikament dessen Blatt.

Medikamente mit der Dosierung zuoberst
Was man im Einsatz zuerst braucht, steht zuerst und gross: die Dosierung für Erwachsene, darunter die für Kinder, Kontraindikationen rot abgesetzt. Wer welche Medikamente sieht, richtet sich nach der eigenen Kompetenzstufe.

Redaktion mit Vier-Augen-Prinzip
Geschrieben wird am Bildschirm, in einem Formular für Medikamente und einem Editor für Abläufe. Freigeben darf nur die QM-Verantwortung, und nur, wer am Entwurf nicht mitgeschrieben hat. Jede Freigabe ist eine unveränderliche Fassung mit Namen und Datum; ein Prüfbericht meldet Verweise ins Leere, bevor sie jemand im Einsatz findet.

Und ausserdem
- Nachtdienst
- Eine dunkle Ansicht, die um drei Uhr morgens nicht blendet. Ein Fingertipp oben rechts.
- Gesperrt heisst sichtbar
- Ein zurückgezogenes Blatt verschwindet nicht, sondern steht grau mit dem Grund in der Suche. So glaubt niemand, es gebe dazu kein Dokument.
- Nachweise für das QM
- Wer wann was geschrieben, eingereicht, geprüft und freigegeben hat, steht im Verlauf. Dazu Wiedervorlagen für die jährliche Überprüfung und ein Gesamtexport aller Fassungen als Archiv.
- Vier Rollen
- Anwender lesen. Autorinnen schreiben und reichen ein. Die QM-Verantwortung gibt frei, sperrt und setzt Wiedervorlagen. Die Administration führt die Konten.
- Vom PDF zum Blatt
- Bestehende Algorithmen und Medikamentenblätter werden wortgetreu übertragen, auch Tippfehler. Was beim Übertragen auffällt, steht als Anmerkung in der Redaktion und wird dort entschieden, nicht stillschweigend korrigiert.
Nicht nur für Rettungsdienste
Gebaut ist die Bibliothek für einen Rettungsdienst mit seinen Algorithmen und Medikamenten. Die Frage dahinter stellt sich überall, wo Menschen unter Zeitdruck nach einer verbindlichen Vorgabe handeln und nachweisen müssen, welche gegolten hat.
- Feuerwehren mit Einsatzmerkblättern
- Betriebssanität und Werkfeuerwehr
- Notfallstationen und Anästhesie mit eigenen Standards
- Pflegeheime und Spitex mit Notfallvorgaben
Ob es für Ihren Fall passt, klärt ein Gespräch schneller als eine Offerte. Schauen Sie vorher in die Demo, dann reden wir über etwas, das Sie gesehen haben.
Technik
Python mit FastAPI und SQLite auf dem Server, die App aus HTML und JavaScript ohne Bauschritt, für die Flussdiagramme React Flow. Die App lässt sich auf dem Handy wie eine gewöhnliche App auf den Startbildschirm legen, ohne App Store.
- Läuft auf einem kleinen Server, auch auf einem im eigenen Haus
- Freigegebene Fassungen sind in der Datenbank gegen Änderung gesperrt
- Eigene Anmeldung, das Gerät bleibt angemeldet, im Einsatz tippt niemand ein Passwort
- Abmelden entfernt den Bestand vom Gerät
Häufige Fragen
- Müssen wir unsere Algorithmen neu schreiben?
- Nein. Die bestehenden PDF werden übertragen, wortgetreu, auch mit ihren Tippfehlern. Was dabei auffällt, steht als Anmerkung in der Redaktion, und Sie entscheiden, was daraus wird. Gültig wird ein Blatt erst mit Ihrer Freigabe.
- Was sieht man, solange ein Blatt nicht freigegeben ist?
- Es steht grau in der Liste und öffnet das Original-PDF. Die übertragene Fassung erscheint erst, wenn die QM-Verantwortung sie freigegeben hat.
- Funktioniert das wirklich ohne Netz?
- Ja. Nach dem ersten Öffnen mit Netz liegt der ganze freigegebene Bestand auf dem Gerät, und die App zeigt, von wann er ist. Ist eine neuere Fassung freigegeben, holt sie sie beim nächsten Kontakt mit dem Netz.
- Wo liegen die Daten?
- Auf Ihrem Server, in einer einzigen Datei. Es gibt keinen Anbieter dazwischen und kein Konto bei einem Dritten.
Interesse?
Schreiben Sie kurz, wie Ihre Algorithmen heute zu den Leuten kommen und wie Sie Änderungen freigeben. Ich melde mich mit einer ehrlichen Einschätzung, ob sich das für Sie lohnt.