Fachanwendung
Was die Schicht übergibt, steht an einem Ort
Der Übergaberapport liegt im Ordner, die Ämtli hängen an der Pinnwand, das bestellte Material steht in einer Mail und der defekte Defibrillator in einem Gruppenchat. Jede Ablage für sich ist richtig geführt. Zusammen ergeben sie kein Bild.
Dieses Portal führt sie zusammen. Gebaut für den eigenen Rettungsdienst, seit September 2026 dort in der Erprobung, und im Alltag geprüft von Leuten, die um sechs Uhr morgens keine Lust auf Software haben.
Drei Zugänge, einer je Sicht: «team» mit dem Passwort «demo-team» sieht das Portal wie eine Person im Dienst, «leitung» mit «demo-leitung» zusätzlich die Einstellungen und die Auswertung, «checklisten» mit «demo-checklisten» pflegt die Listen des Fahrzeugchecks. So sehen Sie auch, was eine Rolle darf und was nicht. Alle Daten sind erfunden: der Dienst, die Namen, die Telefonnummern, die Einsätze. Sie dürfen darin alles anfassen, auch abhaken und löschen; jede Nacht steht wieder der Ausgangsstand da.
Warum das mühsam ist
Eine Schichtübergabe dauert zehn Minuten und entscheidet über die nächsten zwölf Stunden. Was die abtretende Schicht weiss, muss die antretende erfahren: welches Fahrzeug nicht aufgefüllt ist, welches Gerät streikt, welche Strasse gesperrt ist, was liegen geblieben ist.
In den meisten Diensten steht das an vier Orten. Der Rapport im Ordner oder in einer Vorlage, die Ämtli an der Pinnwand, das Material in einer Mail an die Apotheke, der Mangel in einem Chat. Wer übernimmt, muss alle vier kennen und keiner vergessen.
Am teuersten ist nicht das Erfassen, sondern das Nachfragen. Jede Übergabe, die mit «weisst du zufällig, ob …» beginnt, ist eine, in der etwas nicht dort stand, wo man es gesucht hat.
Was das Portal führt
Übergaberapport
Je Tag und Schicht ein Rapport: Fahrzeuge, Team, was die Folgeschicht wissen muss, der besondere Einsatz, die Belastung der Schicht und die Pendenzen zum Abhaken. Der Rapport wird während der Schicht geführt und am Ende abgeschlossen; danach ändert nur noch die Leitung. Alle Schichten eines Tages stehen untereinander.

Tagesämtli
Die wiederkehrenden Arbeiten auf der Wache und an den Fahrzeugen. Beschrieben wird der Rhythmus, nicht der einzelne Tag: täglich, jeden Montag, jeden dritten Dienstag im Monat, jährlich im März. Welche Aufgabe heute ansteht, rechnet das Portal aus. Was liegen bleibt, steht morgen unter Pendenzen, mit dem Datum, für das es zählt.

Material
Was auswärts liegen geblieben ist und geholt werden muss, nach Spital gruppiert: Vakuummatratze, Schaufeltrage, Spineboard. Offenes Material erscheint von selbst auf der Übersicht und im nächsten Rapport, ohne dass es jemand dorthin kopiert; wer es holt, quittiert.

Schäden und Mängel
Fahrzeuge, Geräte und Wache, mit Zustand und Betriebsrelevanz. Melden darf jede und jeder; als betriebsrelevant einstufen die Rapportverantwortlichen, schliessen die Leitung. Jede Meldung geht sofort per Mail an die zuständige Stelle für Geräte oder Fahrzeuge. Ein betriebsrelevanter Mangel steht auf der Übersicht und im Rapport, bis er erledigt ist.

Fahrzeugcheck und Inventarlisten
Die Kontrolle, die der Betrieb auf Papier führt, am Fahrzeug selbst: Tagescheck und Inventarcheck je Fahrzeug, dazu die Rucksäcke als Stammlisten mit Nummern. Geprüft wird Fach für Fach, Treibstoff und Sauerstoff als Messwert; eine Unterschreitung wird von selbst zum Mangel. Am Fahrzeug hängt ein QR-Code, der direkt in seine Liste führt. Die Listen pflegt die Leitung im Portal und druckt sie als PDF.

Strassensperren
Strasse eintragen, Zeitraum festlegen, Karte zeigt den Marker. Er erscheint zum Beginn und verschwindet nach Ablauf von selbst, niemand muss aufräumen. Sperren, welche die Anfahrt betreffen, stehen in der Übergabe.

Belastung auswerten
Jede Schicht trägt ein Wort ein: ruhig, normal, hoch oder überlastet. Einzeln sagt das wenig, gesammelt viel: ob die Nachtschicht häufiger am Anschlag ist, ob es über die Monate zunimmt, welche Wochentage es trifft. Für die Leitung, wenn sie über Dienstplan und Personal entscheidet.

Und ausserdem
- Kalender
- Woche, Monat und Liste. Bestehende Kalender werden über ihre Abonnementadresse eingebunden, aus Outlook, Google oder dem Dienstplanprogramm, je mit eigener Farbe. Geburtstage aus der Teamliste erscheinen mit einem Törtchen.
- Teamliste aus Excel
- Name, Nachname, Telefonnummer und Geburtstag aus einer Tabelle übernehmen. Das Portal zeigt vor dem Speichern, was sich ändern würde, und schreibt erst auf den zweiten Knopf.
- Ideen für die Teamsitzung
- Was jemandem auffällt, wird eingetragen statt vergessen: Abläufe, Geräte, Kleinigkeiten. An der Teamsitzung wird die Liste durchgegangen, und jede Idee bekommt ihren Ausgang.
- Projekte und Umfragen
- Wohin sich der Dienst entwickelt: die Vision in einem Satz, darunter die Leitziele, daran die Projekte mit ihrem Stand. Dazu Umfragen ans Team, etwa wie eine Schulung ablaufen soll. Wer wissen will, was läuft, muss nicht fragen.
- Drei Rollen
- Team liest, meldet und hakt ab. Rapportverantwortliche erfassen Rapporte und stufen Mängel ein. Die Leitung schliesst Mängel, führt die Konten und sieht die Auswertung. Dazu ein einzelnes Recht, das quer dazu liegt: Wer die Inventarlisten pflegt, braucht dafür keine Leitungsrolle. Jede schreibende Handlung trägt Namen und Zeitstempel.
- Geprüft, bevor es ausgerollt wird
- 48 automatische Tests laufen bei jeder Änderung: jede Seite, die Anmeldung, die Rollen Zeile für Zeile. Das Installationsskript sichert vor dem Ausrollen die Datenbank, prüft danach, ob die Anwendung antwortet, und stellt bei einem Fehler den alten Stand von selbst zurück.
- Auf dem Telefon
- Die Ämtli werden in der Fahrzeughalle abgehakt, nicht am Pult. Die ganze Zeile ist der Knopf, die untere Leiste führt zu den vier meistgenutzten Bereichen, und keine Seite verlangt Querscrollen.
- Daten in der Schweiz, in einer Datei
- Die Anwendung läuft auf einem Server in der Schweiz bei einem nach ISO 27001 zertifizierten Anbieter oder im eigenen Haus. Alle Daten liegen in einer einzigen Datei im offenen SQLite-Format und lassen sich jederzeit vollständig exportieren, als CSV je Tabelle und als PDF. Keine fremde Wolke, kein Konto bei einem Dritten.
Nicht nur für Rettungsdienste
Gebaut ist das Portal für einen Rettungsdienst mit drei Fahrzeugen und einer Wache. Die Fragen dahinter stellen sich überall, wo Schichten einander ablösen und dabei mehr übergeben als einen Schlüssel.
Angepasst werden die Fahrzeuge, die Bereiche und der Aufgabenplan. Das ist Inhalt und kein Programmcode; es wird einmal eingerichtet statt dauernd gepflegt.
- Feuerwehren mit ständig besetzter Wache
- Pflegeheime und Spitex mit Schichtübergabe
- Betriebssanität und Werkfeuerwehr
- Jeder Betrieb, in dem eine Schicht der nächsten etwas weitergeben muss
Ob es für Ihren Fall passt, klärt ein Gespräch schneller als eine Offerte. Schauen Sie vorher in die Demo, dann reden wir über etwas, das Sie gesehen haben.
Technik
Python mit FastAPI und SQLite, Vorlagen ohne Bauschritt, Karte auf OpenStreetMap. Drei Abhängigkeiten, kein JavaScript-Gerüst. Das ist keine Sparsamkeit um ihrer selbst willen: Wer in zwei Jahren etwas ändern muss, liest Python und HTML und braucht dafür keine Werkzeugkette, die es dann vielleicht nicht mehr gibt.
- Läuft auf einem kleinen Server mit einem Kern und einem Gigabyte Speicher, auch auf einem im eigenen Haus
- Die Daten liegen in einer einzigen Datei, die sich kopieren und sichern lässt
- Passwörter mit scrypt gehasht, Sitzungen signiert, jede Rolle bei jeder Anfrage auf dem Server geprüft
- Kalender werden über ihre Abonnementadresse eingebunden, QR-Codes und PDF entstehen ohne Zusatzpaket
- Ohne JavaScript bleibt alles bedienbar, es wird nur bequemer damit
- Betriebshandbuch für die Informatik des Betriebs: Sicherung, Wiederherstellung, Konten, Umzug, Abschaltung
Häufige Fragen
- Ersetzt das unseren Dienstplan?
- Nein. Das Portal beginnt dort, wo der Dienstplan aufhört: bei dem, was die Schicht erlebt und weitergibt. Einen bestehenden Dienstplan können Sie als Kalender einbinden, dann steht er daneben.
- Was passiert mit den Daten?
- Sie liegen auf Ihrem Server oder bei einem Schweizer Anbieter, in einer einzigen Datei, die Ihnen gehört. Es gibt keinen Ausgang nach aussen: Das Portal holt Kalender herein, veröffentlicht aber keine. Exportieren können Sie jederzeit alles, ohne mich zu fragen.
- Und wenn Sie ausfallen?
- Dann läuft es trotzdem. Der Quellcode und ein Betriebshandbuch werden dem Betrieb übergeben, die Daten liegen in einem offenen Format, und die Bauart ist so gewählt, dass jede Informatikabteilung mit Python-Kenntnissen den Betrieb weiterführen kann. Eine Lösung, die an einer Person hängt, wäre für einen Rettungsdienst die falsche.
- Wie lange dauert die Einführung?
- Das Aufsetzen ist eine Sache von Stunden. Was Zeit braucht, ist der Aufgabenplan: Welche Ämtli gibt es, in welchem Rhythmus. Wer das auf Papier hat, ist an einem Nachmittag durch; ein bestehender Kalenderexport lässt sich direkt einlesen.
- Und wenn wir es nachher anders wollen?
- Dann wird es geändert. Das Portal ist kein Baukasten mit Einstellungen für jeden Fall, sondern ein Werkzeug für einen Betrieb. Anpassungen sind Arbeit an der Anwendung, und genau so ist es gedacht.
Interesse?
Schreiben Sie kurz, wie Ihre Schichtübergabe heute läuft und woran sie regelmässig hängt. Ich melde mich mit einer ehrlichen Einschätzung, ob sich das für Sie lohnt.